Wir haben uns einfach mal die Zeit genommen und ein Wochenende lang Erfurt besucht. Im Zeitalter des Internets ist es ja auch nicht mehr so schwierig, relativ kurzfristig eine Städtetour zu planen, ein Hotel ist schnell gefunden, Stadtführungen lassen sich reservieren, die auf einem Kurztrip nicht zu verpassenden Sehenswürdigkeiten sind flott aussortiert. Was dabei herausgekommen ist? – Auf alle Fälle die Erkenntnis, dass Erfurt eine Reise wert ist!

Auf dem Hinweg haben wir einen Zwischenstopp in Eisenach eingelegt, um die Luthersche Wartburg zu erklimmen. Meine Meinung: der Ausblick lohnt sich, ansonsten erinnert die Wartburg eher an ein Touristennest, zu dem Busweise Senioren verschifft werden.

Zwei volle Tage reichen aus, um das wichtigste in Erfurt zu besuchen. Hierzu zählen meiner Meinung nach der Dom, die Zitadelle Petersberg (hier ist die Fackelführung sehr zu empfehlen), die Krämerbrücke als älteste, bebaute Brücke sowie die zahlreich vorhandenen Gassen und Winkel in der Altstadt. Ein Aufstieg auf den Kirchturm der Ägidienkirche direkt am Ostende der Krämerbrücke darf ebenso nicht fehlen, von hier hat man einen tollen Ausblick über die Stadt.

Und sonst? Wir hatten das Glück, ein kurzfristiges und vor allem günstiges Angebot in einem der besten Hotels der Stadt zu ergattern, ich bin immer noch leicht erblindet von der Auswahl beim Frühstücksbuffet, ich wusste gar nicht dass es zwölf (!) verschiedene Sorten Honig gibt. Wer auch mal so frühstücken und übernachten möchte: wir waren im Pullman Hotel am Dom.

Fazit: ein Blick in den ehemaligen Osten der Republik lohnt auf alle Fälle, vor allem wenn man von der Gegend noch nichts gesehen hat. Nicht nur die reichlich eingesetzen Steuergelder zur Instandsetzung der Innenstädte fallen dabei auf…