Wenn man Xavier Naidoo hört meint man immer, dieser „Typ“ sei äußerst depressiv. Das liegt wahrscheinlich an seiner Art, Musik zu machen. Bei den Söhnen Mannsheims, bei denen Xavier Miglied ist, sieht das auch nicht viel anders aus. Allerdings sollte man nicht außer Acht lassen, dass beide Gruppen richtig gute Musik machen, und genau das wird vor allem bei ihren Liveauftritten deutlich. Und auf der Live-CD „Wettsingen in Schwetzingen“.

Große Klasse, was beide CDs hier bieten. Die Söhne Mannheims starten auf der ersten CD mit fast allen ihren Erfolgssongs. Hierbei wird deutlich, dass man mit wenigen akustischen Instrumenten und tollen Stimmen ein stimmungsvolles Album gemacht hat. Die mittlerweile 14 Musiker spielten im Rokoko-Theater im Schloss Schwetzingen aber nicht alleine, sondern im allerersten „Doppelkonzert“ in der Reihe MTV-Unplugged, denn anschließend folgte Xavier Naidoo solo.

Auch hier wird deutlich, wie sehr seine Stimme „fasziniert“, mich zumindetens. Und nach den Rezensionen auf Amazon.de zu urteilen auch viele andere Menschen. Natürlich bleibt immer noch der etwas rührselige Nachgeschmack des „Schmalzes“, allerdings sollte man sich neben der Musik auf die verschiedenen Texte konzentrieren, hier liegt imho die Stärke der beiden Konzerte.

Von dem Konzert gibt es nicht nur eine Doppel-CD sondern auch eine DVD, die bei Zeiten in meinem DVD-Player landen wird, ich bin auch da sehr gespannt. Anspieltipps, die du nicht verpassen solltest, ist das Reinhard Mey-Cover „Ich wollte wie Orpheus singen“, das groovige „Geh davon aus“ und „Und wenn ein Lied“, auf dem Naidoo-Part weiss vor allem das Duett „Wann“ mit Cassandra Steen zu überzeugen. Tolle Stimmen auf einem tollen Album!

Weitere Infos gibt es auf der Homepage der Söhne Mannheims und von Xavier Naidoo, Hörproben bei Amazon.de.