Als Apple vor knapp drei Wochen die neuen MacBooks vorstellte war ich (nach kurzer Bedenkpause) richtig begeistert. Nicht nur wegen der „neuen Hülle“, sondern auch wegen der Ausstattung, die Apple den neuen MacBooks verpasst hat. Jetzt steht das neue MacBook auf meinem Schreibtisch und ist bereits ausführlich getestet worden.

Jeder „Macianer“ weiß was mit einem passiert, wenn man ein frisch ersteigertes Apple-Produkt an der Haustür entgegennimmt und dann auch auspacken darf. Nach mehr als 20 Tagen hat Apple das neue MacBook 13“ zu mir geliefert und ich durfte soeben das „kleine Braune“ zerlegen.

Ausstattung
MacBook 13“, 2.0GHz, Intel Core 2 Duo Prozessor, 2 GB DDR3 Arbeitsspeicher, 250 GB Festplatte, NVIDIA GeForce 9400M Grafikprozesso, separater Adapter für VGA-Anschluss

Auspacken

Nach dem Entfernen der Außenhülle trat eine gut „versiegelte“ MacBookverpackung zum Vorschein, die schon erstaunlich klein ist.

Die Rückseite des Kartons ist ähnlich dem Karton des iMac mit einer Abbildung zum Gerät bestückt. Erster Eindruck: genauso, wie Apple seit Jahren seine Produkte verpackt, nichts zu meckern.

Da ein Innenleben bei einem mobilen Computer interessanter ist als die Verpackung geht es sofort weiter. Schon bevor ich das MacBook angefasst habe macht es für mich einen sehr hochwertigen Eindruck. Eingehüllt in eine dünne Plasikfolie kommt das Book daher, meines hatte nicht den geringsten Hauch von Kratzer, schiefe Tasten sind Fehlanzeige.

Zubehör und Co. findet sich unter dem eigentlichen MacBook, hier war auch der von mir zusätzlich bestellte VGA-Adapter versteckt. Zusätzlich findet sich hier das Netzteil, positiv dabei ist, dass man eine kurze bzw. eine lange Version des Kabels zusammenbasteln kann, je nach Bedürfnissen. Abgerundet wird das Ganze durch Software, Infoheftchen und Reinigungstuch.

Mein erster Eindruck: das ist Qualität, mein bisheriges Fujitsu-Notebook ist dagegen ein Plastikhaufen, der vom ersten Tag an geknarzt und geknirscht hat. Beim MacBook wackelt jedoch rein gar nichts, das Teil ist kompakt und wirkt äußerst solide.

Nach dem Aufklappen des MacBook fiel mir sofort das Display auf, ich hatte direkt über dem Gerät eine Lampe leuchten und musste feststellen, dass das Display im ausgeschalteten Zustand wirklich ein wahrer Schminkspiegel ist. Diesen Eindruck kann ich allerdings nach dem ersten Einschalten nicht bestätigen!

Zurzeit kümmert sich das MacBook mittels des Migrationsassistenten um die Datenübernahme vom iMac, synchronisiert werden 221GB Daten. Dies geht mittels eines USB-Festplatte und Time Machine relativ flott, 221GB brauchen ca. 100 Minuten zur Übertragung.

Ich habe mich entschieden, auf einige wichtige Punkte beim neuen MacBook einzugehen, die nicht den Anspruch haben, vollzählig zu sein. Wenn ihr Fragen zum MacBook habt, postet diese bitte in die Kommentare. Technische Infos zum Produkt findet ihr auf der Apple-Seite. Jetzt aber los…

Display
Der wohl größte allgemeine Kritikpunkt an den neuen MacBooks. Mir war schon etwas mulmig im Magen als ich nach der Präsentation auf diversen Internetseiten und gerade eben „in live“ das Display gesehen habe, vor allem im ausgeschalteten Modus. Aber: ich bin äußerst beruhigt, das Display macht einen hervorragenden Eindruck, die Spiegelungen werden von mir nicht wirklich wahrgenommen, die Farben sind knackig, die Abbildungen scharf, die Helligkeit ist auf gut 60% reduziert angenehm.

Tastatur
Im Allgemeinen eine solide Tatstatur mit pefekten Druckpunkten. Wer die iMac-Tastatur gewohnt ist braucht sich nicht wirklich umzustellen, einzig die Leertaste macht etwas lautere Geräusche wenn man sie drückt. Mein Exemplar hat keine schiefen Tasten, von denen in letzter Zeit öfters berichtet wurde.

Gehäuse
Wie oben schon erwähnt: alles aus einem Guss, kein wackelnder Batteriefachdeckel, nichts knarzt und knackt, die Scharniere scheinen stabil und passend zu sein. Der Verschluss sorgt für ein leichtes und angenehmes Öffen des MacBook, der Anschluss an den Akku erfolgt über einen magnetischen Stecker, finde ich äußerst gelungen.

Trackpad
Völlig begeistert bin ich von dem neuen Trackpad und seine Steuerungsfunktionen mit zwei oder drei Fingern. Man kann einstellen, ob die Fingertippfunktion aktiv sein soll, d.h. man kann ohne Trackpadtaste für einen „Klick“ mit einem Finger auf das Trackpad tippen und endlich auch eine rechte Maustaste belegen. Die Mehrfingerfunktionen brauchen eventuell noch zwei bis drei Tage Einübungszeit bis sie perfekt sitzen.

Einrichtung
Wie man das von Apple gewohnt ist: keinerlei Probleme bei der Einrichtung (max. 3 Minuten), zurzeit läuft der Migrationsassistent und zaubert mir (hoffentlich) meine Daten auf das MacBook. Ansonsten gibt es kaum was einzurichten, alles läuft wie von selbst.

Sonstiges
Wenn man meint, man hört den Lüfter, dann hat man sich aber gewaltig getäuscht. Zwar fehlen mir die Tests unter Volllast (die überlasse ich auch gerne den Experten), ich würde aber behaupten, dass das MacBook der absolut „Leisegänger“ ist. Ich höre so gut wie nichts.

(Zwischen-)Fazit
Ich bin restlos begeistert und bereue nicht, dass ich mir das MacBook bestellt habe ohne es vorher live gesehen zu haben! Endlich habe ich einen kleinen, leistungsstarken Mobilcomputer, mit dem ich meine Arbeiten unterwegs bzw. in der Schule erledigen kann. Ob das MacBook diesen ersten Eindruck auch in der Praxis bestätigen kann wird sich zeigen, ich halte es aber für sehr wahrscheinlich, die Qualität spricht für sich.
Ich werde in nächster Zeit immer mal wieder von der Arbeit mit dem MacBook hier in diesem Blog berichten, da noch einige Fragen offen sind: wie leistungsstark ist der Akku im täglichen Gebrauch, wie macht sich das MacBook bei hellem Tageslicht, wie läuft die Synchronisation von Daten bzw. der iTunes-Bibliothek und und und. Falls ihr Fragen habt: nutzt die Kommentarfunktion.