Wenn man seine Bilder auf Papier gedruckt haben möchte, stehen einem reichlich Möglichkeiten zur Verfügung. Ich habe das Fotobuch von Apple getestet und war von einigen Punkten begeistert, von anderen aber auch etwas enttäuscht.

Erstellung des Fotobuchs
Apple bietet in seiner Software iPhoto die Möglichkeit, verschiedene Fotobücher zu erstellen. Es gibt mehrere Größen zur Auswahl, ich habe mich für ein gebundenen Bildband in 21×28,5cm mit 20 Seiten entschieden, dies entspricht Din A4 im Querformat. Zusätzlich zum Format kann man eine Designvorlage auswählen, hier habe ich „Modern“ gewählt, da meiner Meinung nach wenig „Schnickschnack“ in der Vorlage gegeben ist und der Blick aufs Wesentliche, den Bildern, gerichtet wird.

Wenn man seine Fotos in iPhoto organisiert hat ist es nicht wirklich eine Schwierigkeit, ein Album zu erstellen. Hierzu kann man auf jeder Seite wählen, mit wie vielen Fotos diese bestückt werden sollten und wie diese angeordnet werden sollen. Etwas negativ: bei der Nutzung von Hoch- und Querformaten ist man bezüglich der Anordnung doch etwas eingeschränkt, da die Software einige Fotos automatisch setzt, ohne dass man den Satz dann noch frei wählen kann. Die Möglichkeit, die Fotos noch leicht nachzubearbeiten oder Ausschnitte zu wählen ist einfach und gut.

Hat man sein Fotobuch erstellt schickt man es direkt aus iPhoto auf die Reise nach Apple, mein 20 Seiten starkes Fotobuch hatte beim Versenden eine Größe von ca. 35MB, was ich doch überraschend klein fand.

Lieferung dauert extrem lange

Und dann kommen wir auch schon zu dem Hauptkritikpunkt am Fotobuch: die Lieferung! Da Apple die Fotobücher in den USA produziert dauert es Ewigkeiten, bis das Exemplar in Deutschland ankommt. Ich habe meine Bestellung am Nachmittag des 03.10.2008 versendet, bekam sofort eine Versandbestätigung, allerdings kam das Fotobuch erst genau drei Wochen später am 24.10.2008 bei mir an. Hier muss Apple unbedingt nachbessern, drei Wochen halte ich für zu lange. Da sind andere Anbieter, auch wenn diese nicht aus den USA versenden, wesentlich schneller. Verpackt ist das Fotobuch in einem schicken Karton mit Apple-Logo, der widerum in einem Versandkarton steckt.

Qualität
Von der Qualität des Fotobuchs bin ich begeistert! Die Seiten fühlen sich hochwertig an, der Einband ist Klasse, vor allem, weil dieser durch die Bedruckung eine ziemlich individuelle Note erhält. Über den Papierumschlag lässt sich streiten, da er bei mir bei anderen Büchern meistens relativ zügig „nicht mehr gut aussieht“, allerdings wirken die Fotos auf dem Einband klasse.
Bei einigen Bildern ist zu erkennen, dass nicht die allerbeste Kamera im Einsatz war (ältere Kompaktdigiknipse), hier sind deutliche Unterschiede zu den Fotos der Canon 400D zu erkennen. Allerdings habe ich auf den 20 Seiten nicht einen „Totalausfall“ gefunden. Die Farben sind sehr gut, Kontraste werden deutlich dargestellt. Etwas Angst habe ich um den Einband der einzelnen Seiten, ob das die stabilste Lösung ist wird sich mit der Zeit zeigen, da die Seiten „nur“ zwischen dem Buchrücken eingeklemmt sind. Insgesamt macht das Fotobuch jedoch einen qualitativ hochwertigen Eindruck.

Fazit
Insgesamt bin ich mit der Qualität des Fotobuchs zufrieden, es ist eine gute Möglichkeit, in verschiedenen Fotos zu blättern anstatt sie nur auf dem Mac oder als lose Fotosammlung anzuschauen. Allerdings hat dieser „Luxus“ auch seinen Preis. Das 20 Seiten starke Fotobuch kostet 24,99 Euro plus Steuern und übermäßig teure 7,99 Euro Versand, so dass man auf einen Gesamtpreis von 39,25 Euro kommt. Zusätzliche Seiten schlagen jeweils mit etwas mehr als einem Euro zu Buche. Ganz schön happig und auf alle Fälle ein Argument, auch mal bei anderen Anbietern zu schauen. Zumal noch die sehr lange Lieferzeit negativ zu bewerten ist.