Lange habe ich überlegt, was ich am Vertragsende mit meinem bestehende Eplus-Vertrag mache. Und dann kommt diese Firma aus Cupertino und bringt das iPhone 3G auf den Markt, nur (leider) bei den Konkurrenten von T-Mobile. Spontane Bauchentscheidung Anfang August: ich wechselte den Anbieter und mein Mobiltelefon. Was ich seitdem bei T-Mobile und mit meinem iPhone erlebt habe: so einiges, allerdings wurde aus der Bauchentscheidung keine Bauchlandung, ganz im Gegenteil. Einige Schönheitsflecken gibt es dennoch!

Von Eplus zu T-Mobile – Ein Wechsel, der sich gelohnt hat
Da war doch was mit dem neuen iPhone 3G Anfang August, genau, es gab sie nicht wirklich zu kaufen, weil T-Mobile sie nicht vorrätig hatte und „die Nachfrage unterschätzt hatte“. Zwei Wochen nach dem Launch war jedoch der Lieferengpass beseitigt und in meinem T-Punkt gab es zwei 16er-Modelle zur Auswahl, weiß und schwarz. Etwas ärgerlich: die nette T-Punkt-Mitarbeiterin durfte keines der beiden auspacken, ein weißes zu kaufen ohne es „live“ gesehen zu haben war mir aber dann doch zu gewagt. Gewählt habe ich einen M-Vertrag mit 100 Freiminuten, 40 Frei-SMS und einer Datenflat. Mit allen Inklusivleistungen komme ich bisher sehr gut zurecht.
Was mir positiv bei T-Mobile auffiel: die „Anrufbeantworterfunktion“ des iPhones, Voicemail! So etwas hatte ich schon immer vermisst, endlich habe ich einen Überblick auf meine Mailboxnachrichten und kann sie bestens verwalten. Weiterer positiver Punkt: mit T-Mobile habe ich an einigen Orten endlich Empfang, was mit Eplus nicht immer der Fall war, vor allem wenn man sich mal in den ländlichen Bereich begeben hat.
Was ich sonst noch mit T-Mobile erlebt habe: nicht viel, Probleme habe ich nicht wirklich gehabt, also ist mir die Hotline bisher erspart geblieben. Erster Eindruck also nach fast drei Monaten: Wechsel in keinster Weise bereut!

iPhone 3G – Die ersten Erfahrungen
Die Aktivierung über iTunes ging sehr flott über die Bühne, Probleme gab es keine. Meine Kontakte & Co. waren für meinem iPod touch schon so gut vorbereitet, dass ich sie ohne weiteres auf das iPhone 3G „umsiedeln“ konnte. Keine zehn Minuten später war das Gerät einsatzbereit.
Was macht man, wenn man schon einen iPodtouch besessen hat und nun ein Iphone hat? Man testet die Telefonfunktionen, und die sind äußerst gelungen. Alle Kontaktdaten waren aus meinem Adressbuch übernommen, so dass ich beim Iphone auch sofort lostelefonieren und smsen konnte. Allerdings nicht, ohne mich vorher an die „Tastatur“ zu gewöhnen, die ja nun nur noch virtuell und nicht haptisch zu fühlen ist. Die Nutzung zeigte aber, dass man sich so an diese virtuelle Tastatur gewöhnen kann, dass ich mittlerweile locker mit zwei Daumen zügig tippen kann. Ich war vorher noch nie ein SMS-Junkie und würde behaupten, dass ich mit dem iPhone mittlerweile so flott tippe wie mit einer „normalen“ Tastatur. Einziges Problem dabei: die Rechtschreibkorrektur, die ihrem Namen nicht ansatzweise gerecht wird. Ein Schwachpunkt, den Apple auch mit der neuen Software 2.1 nicht abgestellt hat. Bewertung: ungenügend!

Telefonfunktionen des iPhone
Beim Telefonieren verhält sich das iPhone überzeugend unproblematisch, die Sprachqualität ist in meinen Augen gut, der Lautsprecher könnte in manchen Situationen lauter sein (z.B. beim Autofahren). Die Anzeige von versäumten Anrufen lässt sich leider erst nach Entfernen der Tastensperre erkennen, hier wäre es gut, wenn Apple nachbessert und schon beim Druck auf eine der beiden Tasten anzeigt, dass man Anrufe bzw. SMS oder/und Emails erhalten hat. Der Eingang einer SMS wird akustisch in einem Zeitabstand von fünf bzw. zehn Minuten wiederholt, bei den kurzen SMS-Tönen ein ganz sinnvolles Feature. Das weiter oben erwähnte „Voicemail“ begeistert mich immer noch!

Programme im iPhone und aus dem iTunes AppStore
Die Programme, die das iPhone mitliefert, sind nur teilweise für mich nützlich, viele nutze ich nicht wirklich. Sinnvoll ist für mich „Karten“, so kann man flott mal schauen, wo, wie und was man in Karten und auf Satellitenbildern zu finden hat. Sinnvoll vor allem, wenn man spezielle Einrichtungen sucht oder mal schnell eine Route planen möchte, um die Entfernung zu einem anderen Ziel zu checken.
Mittlerweile habe ich den iTunes AppStore das eine oder andere Mal besucht und diverse, vor allem kostenlose Software geladen. Dabei ist mir aufgefallen, dass sinnvolle Programme erst richtig gut nutzbar sind, wenn man auch die Möglichkeit hat, unterwegs in irgendwelche Drahtlosnetzwerke zu gelangen. Der iPodTouch bietet diese Möglichkeit ja leider nicht. Ich stehe nicht wirklich auf viel Spielerei, trotzdem bin ich fündig geworden. Das Programm „Delivery Status Touch“ sorgt dafür, dass man jederzeit den Überblick über das Tracking von Paketen hat, „Used Budget“ zeigt an, wie viele Freiminuten und –SMS der Monat noch übrig lässt, „Zuginfo“ hält dich mit aktuellen Zugfahrplänen auf dem Laufenden. „Regenradar“ ist relativ neu und zeigt das Regenradar von Wetteronline, ich könnte mir vorstellen, dass das in Zukunft mal außerhalb der eigenen vier Wände zum Einsatz kommt.
Das Killerprogramm ist meiner Ansicht aber immer noch die „Remote“, in Zusammenarbeit mit meinem iMac und der AirportExpress (detaillierter Bericht folgt in nächster Zeit) steuere ich meine Musik mittlerweile von der Couch im Wohnzimmer, inklusive Cover und allen Playlisten aus iTunes. Das nenne ich ein Feature, wofür sich Apples Touch-Geräte wirklich lohnen.
Zahlreiche weitere Programme warten darauf, im AppStore ausprobiert zu werden, falls ich was nettes Neues finde lasse ich euch das wissen. Oder habt ihr Tipps? Dann ab damit in die Kommentare!

Abgleich der Daten zwischen iPhone und iMac
Mich hat es schon immer gestört, dass ich in der Windows-Welt nicht wirklich eine gute Möglichkeit gefunden habe, meine Daten auf mehreren Geräten ohne große Probleme aktuell zu halten. Seit dem iPhone und MobileMe gehört dies der Vergangenheit an. Ich nutze MobileMe zum Abgleich meiner Kontakte, Termine und Emails zwischen dem iMac, dem iPhone und (in gaaaanz naher Zukunft) dem neuen MacBook. Dies geschieht absolut automatisch, ich erreiche jedoch nicht immer Push-Qualität, so dass es auch mal einige Minuten dauert, bis die neueste Mail auf dem iPhone erscheint. Damit kann ich ganz gut leben. Viel wichtiger ist für ich, dass ich einen neuen Kontakt nur an einem Gerät eingeben muss und dieser Kontakt relativ sofort ohne eine Synchronisation zu Hause in allen Geräten vorhanden ist. Ebenso funktioniert das mit Email und Terminen. Und dafür bin ich auch gerne bereit, 79 Euro im Jahr an Apple zu überweisen.
Mein iPhone stöpsel ich übrigens nur noch an meinen iMac, wenn ich neue MP3s oder Videos synchronisieren möchte. Alles andere geht ohne Kabel.

Akkulaufzeit und Abnutzung
Noch ein paar Worte zu einzelnen Punkten, die mir noch aufgefallen sind: die Akkulaufzeit hat sich bei mir mittlerweile auf gut zwei Tage eingependelt, wobei ich sagen muss, dass ich das iPhone dann (aus Gewohnheit) auflade, obwohl noch mehr als 20% der Akkuleistung vorhanden sind. Die Nutzungsdauer liegt dann bei rund 4 Stunden mit „Push“-Emails, Surfen, ein paar SMS, Nutzung kleiner Programme aus dem AppStore und die üblichen Kurztelefonate. Stellenweise gibt es noch mal eine Stunde MP3s. Alles in allem bin ich damit zufrieden.
Nach mittlerweile fast drei Monaten Nutzung habe ich noch keine Abnutzungserscheinungen feststellen können. Keine Kratzer auf dem Display und auch nicht auf der Rückseite. Dies mag daran liegen, dass ich gleich zu Beginn eine schicke, weil einfache und unauffällige Silikonhülle in schwarz gekauft habe, die ich nur weiterempfehlen kann.

Fazit
Mein Fazit nach einem Vierteljahr: es hat sich gelohnt, meinen Vertrag bei Eplus zu kündigen und zum iPhone und zu T-Mobile zu wechseln! Ich habe nicht das Gefühl, dass ich mit einem „Betonklotz“ telefoniere und bin mit den Funktionen, die das iPhone liefert zufrieden. Ärgerlich ist immer noch die nicht zu gebrauchende Rechtschreibkorrektur, dies soll angeblich mit der neuen Softwareversion 2.2 geklärt werden. Ansonsten hat mir Apple nicht nur ein Spielzeug gebaut, sondern ein Handy, was mich für meine Zwecke glücklich macht.

Jetzt kommt ihr…
Welche Erfahrungen habt ihr mit dem iPhone gemacht? Seid ihr zufrieden oder gibt es Punkte, die ihr kritisiert?

Anmerkung: Ich habe bewusst darauf verzichtet, eigene Fotos von meinem iPhone 3G zu machen, da es im Netz genug aussagefähige Bilder zu Apples Mobiltelefon gibt. Stattdessen habe ich einige Produktfotos von Apple hinzugefügt.

UPDATE: Auf Wunsch hier drei Fotos des iPhone 3G mit besagter Silikonhülle.

Ich hätte es mal ordentlich putzen sollen…

Die Hülle liegt stramm an, so dass sie sich nur an den Seiten leicht verschieben kann.

Meine Meinung: genau das, was ich zum Schutz des iPhones gesucht habe!